Gewässerökologie und Gewässerinstandhaltung

Naturnähe als anzustrebendes Ziel

ist in der von Menschen geprägten und gestalteten Kulturlandschaft von hoher Priorität, um ihre Funktionsfähigkeit aus ökologischer, ökonomischer und soziologischer Sicht dauerhaft zu sichern. Dies bedeutet bei einer konsequenten Verfolgung der Zielvorstellungen unter anderem auch den Schutz und die Möglichkeit zur selbständigen Neubildung weitgehend unbeeinflusster Biotope sowie eine entsprechende Akzeptanz naturnaher systemarer Vernetzungen.
Dazu ist der Schutz des Wassers mit seiner lebensspendenden und transportierenden Funktion von besonderer Bedeutung.

Zielsetzungen, wie die Erhaltung und Wiederanlage von standortentsprechenden zonierten und strukturierten Ufergehölzsäumen, können dabei durch ingenieurbiologische Bauweisen gefördert werden, wie auch das Fließgewässerkontinuum durch für Fische und wirbellose Tiere passierbar gebaute Sohlrampen und Tümpelpässe weitgehend erhalten werden kann.

Andere wesentliche fließgewässerspezifische Strukturen und limitierende Faktoren, wie vertikale Anbrüche als notwendige Biotopelemente für höhlenbrütende Vögel und Insekten oder Überflutungen als Standortvoraussetzung für daran selektiv angepasste Pflanzengesellschaften, bedürfen hingegen entsprechender flächenintegrierender Maßnahmen, welche lediglich im Rahmen eines umfassenden Gewässerschutzes umgesetzt werden können.