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PASSIVER HOCHWASSERSCHUTZ

(Natürlicher Hochwasserrückhalt)

Unter Passivem Hochwasserschutz

ist im wesentlichen die Vermeidung aller Handlungen, die den Hochwasserabfluß intensivieren, zu verstehen.
Statt in bauliche Eingriffe wird in
  • die Anpassung der Bewirtschaftung gewässernaher Zonen an die Möglichkeit exzessiver Abflüsse unter Berücksichtigung der Widerstandskraft und der Schadensanfälligkeit der Bewirtschaftungsformen
  • die Verlegung bestehender Nutzungen in nicht gefährdete Räume
  • die Einlösung häufig überfluteter Grundstücke und Objekte
investiert.
Jeder Kubikmeter Wasser, der durch die Wiedergewinnung von Überschwemmungsgebieten, durch Gewässerrestrukturierungen, Entsiegelung, Versickerung und durch standortgerechte Land- und Forstbewirtschaftung sowie durch Erhalt und Förderung von Kleinstrukturen zur Wasserrückhaltung in der Landschaft zurückgehalten wird, ist ein Gewinn für den Naturhaushalt und entlastet uns beim Hochwasser.

Besonders hervorzuheben

sind bei dieser Art des Hochwasserschutzes die sofortige Wirkung und der Umstand, dass das Gewässer vor baulichen Eingriffen verschont und in seiner Dynamik erhalten bleibt.
Die Unterstützung des natürlichen Hochwasserrückhaltes ist kein isoliertes Ziel des Hochwasserschutzes, sondern Teil eines fachübergreifenden Flächen- und Gewässermanagements zur Bewahrung und Verbesserung der Umwelt insgesamt.
Der Naturhaushalt ist als Baustein zum Hochwasserschutz zu bewahren.