Definitionen

laut ÖNORM B2400, Fassung 1.1.2003

  • Unterirdisches Wasser ist das Wasser in den Hohlräumen der Erdrinde.
  • Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde (Poren, Klüfte und dergleichen) zusammenhängend ausfüllt, unter gleichem oder größerem Druck steht, als er in der Atmosphäre herrscht, und dessen Bewegung durch Schwerkraft und Reibungskräfte bestimmt wird.
  • Der Grundwasserkörper ist ein hydrologisch abgegrenztes oder abgrenzbares Grundwasservorkommen oder ein Teil eines solchen.
  • Der Grundwasserleiter oder Aquifer ist ein Boden oder Gesteinskörper, in dessen Hohlräumen Grundwasser fließen kann.
  • Der Grundwasserstauer ist ein gering durchlässiger Boden oder Gesteinskörper, der als hydraulisch wirksame untere Begrenzung des Grundwasserkörpers angesehen werden kann (Grundwassersohle).
  • Die obere Grenzfläche des Grundwassers in einem Grundwasserleiter wird als Grundwasseroberfläche bezeichnet. Diese ist nicht zugänglich und nicht sichtbar. Wird in einem
  • Grundwasseraufschluss (Brunnen) diese Grenzfläche zugänglich und sichtbar gemacht, so wird sie als
  • Grundwasserspiegel bezeichnet. Dieser stellt sodann die Grenzfläche des Grundwassers zur Atmosphäre dar.
  • Wenn Grundwasseroberfläche und Grundwasserdruckfläche identisch sind, so spricht man von freiem Grundwasser.
  • Liegt die Grundwasserdruckfläche über der Grundwasseroberfläche, spricht man von gespanntem Grundwasser.
  • Liegt die Grundwasserdruckfläche des gespannten Grundwassers über der örtlichen Geländeoberfläche, so spricht man von artesischem Grundwasser.
  • Quellen sind räumlich eng begrenzte, natürliche Austrittsstellen von unterirdischem Wasser.