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Seitinger: Österreich-Ungarn vereint gegen Hochwasser an der Raab

ProRaab(a) - ein wichtiges, grenzüberschreitendes EU-Hochwasser-Prognoseprojekt zwischen Österreich und Ungarn

v. li.: G. Spatzierer (Burgenland), G. Jakus (Ungarn), Landesrat J. Seitinger, W. Schimon (Lebensministerium Wien), J. Wiedner (Steiermark) © Wasserland / Spätauf
v. li.: G. Spatzierer (Burgenland), G. Jakus (Ungarn), Landesrat J. Seitinger, W. Schimon (Lebensministerium Wien), J. Wiedner (Steiermark)
© Wasserland / Spätauf

Die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre haben die Notwendigkeit und Bedeutung einer frühzeitigen Hochwasserprognose regional und für ganze Flusseinzugsgebiete aufgezeigt. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen, grenzüberschreitenden Hochwasserprognosemodells für das gesamte Einzugsgebiet der Raab soll den jeweiligen hydrographischen Diensten bzw. Wasserwirtschaftsdirektionen (Steiermark, Burgenland, West- und Nord-Transdanubien/Ungarn) bzw. in weiterer Folge den Katastropheneinsatz-organisationen ein modernes Werkzeug für die operationellen Hochwassermeldedienste künftig zur Verfügung gestellt werden. „Das vereinte Vorgehen gegen Hochwasser gemeinsam mit dem Burgenland und Ungarn ermöglicht uns einen wirksamen Schutz. Im Bereich der Raab wären besonders die Flusseinzugsgebiete von Gleisdorf, Feldbach und Fehring bei Unwettern und Hochwasserkatastrophen betroffen. Diese sollen durch das Frühwarnsystem ‚ProRaab(a)' geschützt werden", so Landesrat Johann Seitinger zum grenzüberschreitenden Projekt, das gestern im Haus der Region in Kornberg gemeinsam mit den Vertretern aus dem Burgenland und Ungarn präsentiert wurde.

Eine gemeinsame Vorgangsweise zwischen Österreich und Ungarn an der Raab für ein Prognosemodell wurde nach intensiven Diskussionen im März 2007 von der Österreichisch-Ungarischen Gewässerkommission beschlossen. Das geplante Modell sieht einen zentralen Prognoserechner für das gesamte Einzugsgebiet in Graz vor. Die jeweiligen lokalen Rechner ermöglichen den Projektpartnern spezifische regionale Anforderungen zu integrieren. Somit erfordern der Aufbau und in weiterer Folge der Betrieb eine gute Zusammenarbeit der Partner in allen Projektphasen.

Das System ermöglicht eine frühzeitige Einschätzung regionaler bzw. lokaler Hochwasser-Ereignisse (Schutz von Leben und Gütern bzw. Infrastruktur) unter Berücksichtung von Wetterprognosen. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 1.1 Millionen Euro (davon sind 85 % aus EU-Fördermittel, den Rest übernimmt der Bund). Das Projekt soll bis Dezember 2010 abgeschlossen werden.
Das Hochwasser-Prognosemodell „ProRaab(a)" ist neben den bereits bestehenden Frühwarnsystemen an der Mur und an der Enns, das dritte derartige Projekt in der Steiermark. Der steirische Hochwasserschutz steht für Landesrat Johann Seitinger auf drei Säulen:

       1. Präventiver Hochwasserschutz (strengere Richtlinien bei den Ausweisungen der  
           Hochwasserschutzgebiete/Raumplanung)
       2. Forcierung des aktiven Hochwasserschutzes (Bau von Rückhaltebecken oder Schutzdämmen 
           und Flussregulierungen)
       3. Ausbau der Hochwasserfrühwarnsysteme (diese Hochwasserprognose-Modelle ermöglichen es,
           aufgrund von meteorologischen Daten, Katastrophen-Bedrohungen 48 Stunden im Voraus zu 
           berechnen

„Es ist enorm wichtig intelligente Warnsysteme einzurichten um menschliches Leid und Vernichtung von Hab und Gut der Steirerinnen und Steirer zu verhindern", so Landesrat Seitinger abschließend.

 

Die Proponenten des Projektes © Wasserland / Spätauf
Die Proponenten des Projektes
© Wasserland / Spätauf
Interessierte Beobachter © Wasserland / Spätauf
Interessierte Beobachter
© Wasserland / Spätauf
Interessierte Beobachter © Wasserland / Spätauf
Interessierte Beobachter
© Wasserland / Spätauf
Die internationalen Vertreter © Wasserland / Spätauf
Die internationalen Vertreter
© Wasserland / Spätauf
Die internationale Arbeitsgruppe © Wasserland / Spätauf
Die internationale Arbeitsgruppe
© Wasserland / Spätauf