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(Naturnaher) Wasserbau

Das Prinzip der Nachhaltigkeit,

nämlich das biologische Leistungsvermögen der Fließgewässer zu erhalten und die Erneuerungsfähigkeit zu bewahren, ist zu einem Grundsatz in der Schutzwasserwirtschaft geworden. Es spannt sich daher der Bogen der Standpunkte zur Problembewältigung von den ökonomischen bis zu den ökologischen Forderungen. Dabei drängt sich stets die Frage auf, welche Schutzansprüche eigentlich Vorrang haben sollen.

Der Abwehr der Wasserbedrohung, der Vermeidung von Wassergefahren und der Verhinderung von Schäden und Zerstörungen stehen die Forderungen nach dem freien Spiel der Kräfte der Natur und nach deren ständiger Umformung ihrer physikalischen Strukturen gegenüber.
 

Über die Kriterien des Maßnahmenkataloges

für den naturnahen Wasserbau in der Steiermark, der als Regulativ für die Eingriffsintensitäten nach wie vor Anwendung findet, hinaus sollen Schutzkonzepte in Zukunft zusätzliche Anforderungen, wie
  • Abflussverschärfungen im Einzugsgebiet vermeiden,
  • natürliche Überflutungsräume erhalten,
  • dort, wo solche nicht vorhanden sind, künstliche Rückhalteanlagen schaffen,
  • Siedlungsgebiete mit dem bestmöglichen Hochwasserschutz ausstatten,
  • die unmittelbaren Eingriffe am Gewässer minimieren,
  • die ökologische Funktionsfähigkeit der Fließgewässer und des Anlandes verbessern sowie
  • die Bevölkerung verstärkt über wasserwirtschaftliche Zusammenhänge, aber auch über die Grenze des Machbaren aufklären,
erfüllen.
 
Der Wasserbau steht im Spannungsfeld der immer wiederkehrenden Auseinandersetzung zwischen Natur und Mensch.
 

Mit der Zielsetzung,

die Planung und die Durchführung schutzwasserbaulicher Maßnahmen mit der Gewässerökologie abzustimmen, hat der Schutzwasserbau neue Wege eingeschlagen. Diese Neuorientierung war zwingend notwendig, um weitere nachteilige Beeinflussungen der Fließgewässer hintanzuhalten.

Es ist einerseits der Hochwasserschutz als notwendiger Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft vor Schäden und Zerstörungen sicherzustellen, andererseits ist die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer zu verbessern, um ihre nachhaltige Nutzbarkeit als wesentliches Landschaftselement und als ökologische Ressource zu erhalten.
 
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