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Brunnenpfeife

Für die Messung des Grundwasserstandes als Abstichmaß vom Messpunkt zum Grundwasserspiegel wurde in Österreich vorwiegend die Brunnenpfeife verwendet. Diese besteht aus einem hohlen Metallzylinder, an dessen Außenwand in Abständen von einem Zentimeter becherförmige Rillen zur Wasseraufnahme eingefräst sind. Die an einem Rollmaßband befestigte Brunnenpfeife muss so tief in die Messstelle hinuntergelassen werden bis ein Pfeifton ertönt. Durch Addition der am Maßband abzulesenden Zahl und der Anzahl der nicht mit Wasser gefällten Becherrinnen erhält man den Wasserstand, das heißt die Differenz zwischen Messpunkt und Grundwasserspiegel. Diese Rechnerei führte bei den Beobachtern immer wieder zu Irrtümern. Außerdem ist bei sehr tiefen Messstellen oder starkem Straßenlärm der Pfeifton vor allem von älteren Leuten sehr schlecht zu hören, weshalb die Brunnenpfeife nur mehr in Ausnahmefällen verwendet wird.