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Wasserwirtschaftliches Grundsatzkonzept Grenzmur

Phase I

Das Wasserwirtschaftliche Grundsatzkonzept

Kurzfassung im pdf-Format, 1,8MB © FA19b
Kurzfassung im pdf-Format, 1,8MB
© FA19b
für die Grenzmur, Phase I wurde zwischen 1998 und 2001 durch ein österreichisch -slowenisches Expertenteam umgesetzt.
Der Arbeitsschwerpunkt der Phase I war die Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen
  • zur Verhinderung der weiteren Eintiefung der Gewässersohle,
  •  Gewährleistung eines Hochwasserschutzes bis zum hundertjährlichenHochwasserereignis (HQ100) für Siedlungsbereiche und Infrastruktureinrichtungen,
  • langfristigen dynamisch-natürlichen Entwicklung des Gewässersystems.
  • Neben der Aktualisierung

    der Datengrundlagen (z.B. HQ30,HQ100 Anschlagslinien) konzentrierten sich die Arbeiten vor allem auf die Bereitstellung der Grundlagen für flussbauliche Massnahmen und die Erstellung des Geschiebetransportmodells. Im Themenbereich Sohlveränderung wurde die signifikante Sohleintiefung nachgewiesen. Mit dem Geschiebetransportmodell konnte in Abstimmung mit dem Kapitel Flussbau gezeigt werden, dass an der Grenzmur Handlungsbedarf besteht.

    Auf Grund der Ergebnisse

    dieser beiden Themenbereiche ist die Stabilisierung bzw. Anhebung der Flusssohle am geeignetsten mit Aufweitungen zu erreichen. Für den Bereich mit der bisher grössten Eintiefung (1,2 m) flussabwärts von Mureck / Trate wurde eine Pilotmaßnahme vorgeschlagen. Das Flussbett soll in diesem Abschnitt bis auf 200 m aufgeweitet werden. Als Initialmaßnahme ist weiters die Anlage eines Seitenarmes zur Geschiebedotation vorgesehen, in Folge soll das Geschiebe dann bis zum Erreichen der endgültigen Flussbreite "selbsttätig" über Seitenerosion ins Gewässer gelangen.

    Auf Grund der Abflussberechnungen für das hunderjährliche Hochwasserereignis (HQ100) konnte der erforderliche Hochwasserschutz für die österreichische und slowenische Seite festgelegt werden.

    Die ökologischen Untersuchungen

    konzentrierten sich auf eine orientierende Erhebung und Beurteilung des Fischbestandes, des Makrozoobenthos und eine Strukturkartierung. Die Fischartenzahl in der Grenzmur ist im Vergleich zur historisch belegten Artenzahl kaum gesunken, sehr wohl aber die Individuenzahl der jeweiligen Arten, was auf die Reduktion und Vereinheitlichung der Lebensräume zurückzuführen ist. Auch die Untersuchungen zum Makrozoobenthos und zu den Gewässerstrukturen belegen diese Aussage.

    In den Leitbildworkshops

    wurden erste Überlegungen aus schutzwasserwirtschaftlicher und gewässerökologischer Sicht zu abgestimmten Entwicklungszielen für die Grenzmur diskutiert und festgelegt.

    Neben einer Defizitanalyse sind insgesamt fünf generellen Maßnahmentypen ausgewiesen: Drei "Subtypen" von Sohlbreitenerhöhungen gekoppelt mit Seitenerosion, ein Typ mit Aktivierung von seitlichen Geschiebeherden und eine Maßnahme für den räumlich beengten Bereich Bad Radkersburg / Gornja Radgona.