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Die Beobachtung des Wassers

Presseinformation vom 18.10.2019

Die Hydrographie Steiermark betreibt seit 125 Jahren ein Messnetz mit dem Ziel, Daten für den Wasserkreislauf zur Verfügung zu stellen.

Der Hydrographische Dienst des Landes Steiermark feiert sein 125-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1894 wurde dazu das Organisationsstatut des „Hydrographischen Centralbureaus" erlassen und damit die Ausgestaltung und Erweiterung des hydrographischen Messnetzes auf österreichischem Gebiet der Monarchie organisiert. Der „Hydrografische Dienst Steiermark" beschäftigt sich seither mit der systematischen Erhebung des Wasserkreislaufes bezogen auf Niederschlag, Wasserabfluss, Feststoffe in Gewässern, Grundwasser sowie Wassertemperatur und Verdunstung. „Der hydrografische Dienst ist auch nach 125 Jahren ein unverzichtbarer Teil der Wasserwirtschaft. In den letzten Jahren ist gerade die Entwicklung von Hochwasserprognosen besonders hervorzuheben", betont Landesrat Johann Seitinger und fügt hinzu: „Mein besonderer Dank gilt den zahlreichen privaten Beobachtern in der gesamten Steiermark."

Die erhobenen und ausgewerteten Daten des Hydrografischen Dienstes bilden die Grundlage für sämtliche wasserwirtschaftliche Planungsaufgaben wie z.B. der Planung von Hochwasserschutzmaßnahmen, der Auslegung von Kraftwerken oder der Dimensionierung von Wasserentnahmen und Abwasserreinigungsanlagen. Die Daten sind aber auch ein wesentlicher Ausgangspunkt für Hochwasserprognosemodelle, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben und die in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen werden. Weiters sind auch Aussagen möglich, wie sich klimatische Parameter wie Lufttemperaturen, Niederschläge oder Schnee langfristig entwickelt haben. Dies ist gerade im Zuge der Diskussion über die Auswirkungen des Klimawandels von großer Bedeutung. „Der Hydrografische Dienst des Landes Steiermark ist heute technisch sehr gut ausgestattet, verfügt über qualifizierte Mitarbeiter und kooperiert erfolgreich mit zahlreichen Partnerorganisationen", stellt der Leiter der Abteilung 14 - Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit, Hofrat DI Johann Wiedner fest.

Obwohl die Datenerhebung in den letzten Jahren durch die technische Entwicklung zunehmend von automatischen Datensammlern und Fernübertragung übernommen wurde, bilden die örtlichen Beobachterinnen und Beobachter eine wesentliche Säule. Von „ihren" Messstationen erheben sie die Daten, kontrollieren diese und übermitteln sie an den Hydrographischen Landesdienstdienst in Graz.  Das 125-jährige Jubiläum soll daher auch zum Anlass genommen werden, die Leistung der Beobachterinnen und Beobachter in gebührender Weise zu würdigen. „Das Jubiläum 125 Jahre hydrographischer Dienst ist eine willkommene Gelegenheit, all jenen Menschen zu danken, die mit ihrer Tätigkeit einen großen Beitrag zum Datenschatz der Hydrografie geleistet haben. Dies sind die Mitarbeiterinnen des hydrographischen Dienstes auf der einen Seite und die Beobachterinnen auf der anderen Seite", hebt DI Dr. Robert Schatzl, Referatsleiter des Hydrographischen Dienstes der Abteilung 14 hervor.


Michael Riegelnegg, MA, Pressesprecher, Büro Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger, Tel. 0316-877 2638
Mobil: 0676/86662638, Mail: michael.riegelnegg@stmk.gv.at, Externe Verknüpfung http://www.lebensressort.steiermark.at/

HR DI Johann Wiedner (Leiter der Abt. 14), Frau Maria Riemer (dienstälteste Beobachterin), LR Ök.-Rat Johann Seitinger, Dr. Robert Schatzl (Leiter des Hydrographischen Dienstes Steiermark)
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