Link zur Startseite

Hydrographischer Monatsbericht Mai 2012

Nachdem es in der Steiermark im letzten Halbjahr meist ein Nord - Süd Gefälle an Niederschlägen gab, waren im Berichtsmonat in den südlichen Landesteilen überdurchschnittliche Niederschlagsmengen zu beobachten (bis rund 40 %, regional auch darüber). Im Gegensatz dazu betrugen die Niederschlagsdefizite in der Obersteiermark bis zu 20 %, wobei es nach Norden zu wiederum annähernd ausgeglichene Niederschläge gab (z.B. Ausseerland). Die Temperaturen lagen bis rund 1,5 °C über dem Mittel, wobei es Mitte des Monats zu einem ungewöhnlichen Kälteeinbruch mit empfindlichem Frost kam.
Das Nord-Süd Gefälle im Durchflussverhalten war auch im Berichtsmonat im Gegensatz zum Niederschlagsverhalten zu beobachten, wenngleich nicht so extrem wie in den Vormonaten. Die Durchflüsse lagen in den nordwestlichen Landesteilen inklusive der oberen Mur über den langjährigen Mittelwerten, wohingegen sie sich trotz der überdurchschnittlichen Niederschläge in den südlichen Landesteilen inklusive der Mur unter den Vergleichswerten zeigten.
In der südlichen Steiermark führte vor allem das intensive Niederschlagsereignis vom 22. Mai nach nun mehr fast 11 Monaten mit sinkenden Grundwasserständen endlich zu einer beachtlichen Grundwasserneubildung und zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Anstieg der Grundwasserstände. Somit lagen die Monatsmittelwerte der Grundwasserstände im Ennstal und im Raabtal über den langjährigen Monatsmittelwerten, in allen übrigen Regionen darunter.


Externe Verknüpfung Mai 2012